Eisfeld – Thuringia (German)

Location: Thuringia
About this community: Bereits im Mittelalter lassen sich einzelne Juden in Eisfeld nieder. 1441 sind diese von der wettinischen Verbannung betroffen und müssen Eisfeld verlassen. Zu einer Neugründung der jüdischen Gemeinde kam es vermutlich erst wieder am Ende des 19. Jahrhunderts. 1910 bekannten sich zwölf Eisfelder Einwohner zum jüdischen Glauben. 1924/25 waren es noch sechs, 1932 stieg die Zahl auf zehn. Die Gottesdienste wurden wahrscheinlich in den Privaträumen des Hauses von Hermann Gerson abgehalten. Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Familie Gerson existiert heute noch und befindet sich in Privatbesitz. Ende der 1930er Jahre lebten nur eine Handvoll Juden in Eisfeld, die fast alle mit nicht-jüdischen Partnern verheiratet waren. Einige wurden noch 1944 in die Todeslager deportiert.
Sources: Brocke, Michael/Ruthenberg, Eckehart/Schulenburg, Kai Uwe: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Berlin 1994. Seite 323. http://www.alemannia-judaica.de/eisfeld_juedgeschichte.htm, aufgerufen am 07.05.2012
Schwierz, Israel: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation. Erfurt 2007. Seite 99-100.
(http://www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt/juedische_vergangenheit_buch.pdf, aufgerufen am 07.05.2012)
Located in: Thuringia